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Riss in Dekton-Arbeitsplatte – Fallbeispiel

Riss in Dekton-Arbeitsplatte – Fallbeispiel Mettmann

Sachverständige Analyse: 1.795 € | Durchgesetzt: 3.930 €

Die Ausgangslage: Nutzerschaden oder Montagemangel?

Das Schadensbild: Eine Familie aus Mettmann stellte wenige Monate nach dem fachgerechten Einbau ihrer neuen Einbauküche einen massiven Riss in der hochwertigen Dekton-Arbeitsplatte fest.

Der Verlauf: Der Riss zeigte ein für dieses Material sehr typisches Bild. Er befand sich direkt hinter der Spüle und zog sich bis zur Wandseite durch die gesamte Platte.

Die Materialeigenschaften: Dekton und Keramik sind extrem harte und kratzfeste Werkstoffe, weisen jedoch bei punktuellen Spannungen eine sehr hohe Sprödigkeit auf.

Die Reaktion des Küchenstudios: Das ausführende Unternehmen wies die Reklamation der Kunden umgehend und kategorisch zurück.

Die Behauptung: Die pauschale Begründung lautete auf einen sogenannten „Nutzerschaden“, der durch mechanische Gewalteinwirkung oder thermische Schocks entstanden sei.

Der Auftrag: Da die Familie vor einem enormen finanziellen Schaden stand, wurde ich zur neutralen, beweissichernden Klärung der tatsächlichen Schadensursache beauftragt.

Riss in Dekton Platte

Die gutachterliche Prüfung vor Ort

Der Untersuchungsumfang: Der Vor-Ort-Termin in Mettmann umfasste eine detaillierte technische Analyse des Rissverlaufs, der verwendeten Materialien sowie der spezifischen Einbausituation.

Der gutachterliche Fokus: Bei der Begutachtung von mineralischen und keramischen Arbeitsplatten liegt der Fokus nicht nur auf dem Riss selbst, sondern zwingend auf der Unterkonstruktion und der Ausschnittsbearbeitung.

Die konstruktiven Schwachstellen: Spülenausschnitte und Kochfeldausschnitte stellen kritische Zonen dar. Werden hier bei der Fertigung oder der Montage Toleranzen überschritten, kommt es zwangsläufig zu Spannungsrissen.

Die konkreten Prüfkriterien:

Prüfung der exakten Planität der aufliegenden Unterschränke.

Kontrolle der geforderten vollflächigen Auflage der Arbeitsplatte.

Nachmessen der zwingenden Herstellervorgaben für die Radien in den Ecken des Spülenausschnitts.

Der Befund: Eindeutiger Montage- und Verarbeitungsfehler

Das Messergebnis: Die technische Untersuchung lieferte klare, unbestreitbare Fakten. Es handelte sich zweifelsfrei um einen Montagefehler, der mit einem Verarbeitungsfehler kombiniert war.

Der Montagefehler: Die Arbeitsplatte lag im Bereich der Spüle nicht absolut spannungsfrei auf der Unterkonstruktion der Korpusteile auf.

Der Verarbeitungsfehler: Die Ausführung der Innenecken am Ausschnitt entsprach nicht den verbindlichen technischen Vorgaben des Materialherstellers.

Die physikalische Konsequenz: Durch diese Kombination entstanden extrem hohe, gefährliche Kerbspannungen im Material.

Der Auslöser: Normale mechanische Belastungen im Küchenalltag reichten aus, um die Platte an dieser ohnehin geschwächten Stelle reißen zu lassen.

Ausschluss des Nutzerschadens: Ein Eigenverschulden konnte durch die mikroskopische Untersuchung des Rissbildes und der Bruchkanten vollständig und rechtssicher ausgeschlossen werden. Die Beanstandung war berechtigt.

Das Ergebnis: Außergerichtliche Einigung

Die Beweisführung: Das erstellte Sachverständigengutachten dokumentierte die Montagemängel detailliert, normkonform und für alle Seiten unmissverständlich.

Die Einigung: Konfrontiert mit der erdrückenden technischen Faktenlage, lenkte das Küchenstudio sofort ein. Ein teures gerichtliches Verfahren wurde komplett vermieden.

Die Regulierung: Das Küchenstudio tauschte die beschädigte Dekton-Arbeitsplatte vollständig und auf eigene Kosten aus.

Der finanzielle Nutzen (ROI): Bei Kosten für die sachverständige Analyse in Höhe von 1.795 Euro und einem durchgesetzten Schadensersatzwert von 3.930 Euro ergab sich für die Auftraggeber eine exzellente Bilanz – zuzüglich der eingesparten Prozesskosten.

Was dieser Fall für Küchenkäufer zeigt

Risse in Dekton- und Keramik-Arbeitsplatten werden von Küchenstudios extrem häufig als Nutzerschaden abgetan, um Gewährleistungsansprüche pauschal abzuwehren.

Eine fundierte sachverständige Prüfung deckt die tatsächliche Ursache auf – in diesem Fall einen klaren Montagemangel. Ohne Gutachten hätte die Familie den Schaden selbst tragen müssen.

Sie haben ein ähnliches Problem mit Ihrer Arbeitsplatte? Schildern Sie mir Ihren Fall – ich sage Ihnen ehrlich, ob ein Gutachten in Ihrer Situation wirtschaftlich sinnvoll ist.

Telefon: 0160 9623 9118 E-Mail: gutachten@kuechensachverstaendige.de

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